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Wenn man sich von Stralsund kommend Wittow nähert, fällt auf, daß die Häufigkeit von Windkraftanlagen zunimmt.
Tatsächlich ist Wittow, der Name bedeutet übersetzt Windland, die windigste Ecke Deutschlands.
Im Winterhalbjahr sind Stürme mit 10 - 12 Bft keine Seltenheit und 7 - 8 Bft fast schon normal. Im
Sommerhalbjahr nimmt dann die Windstärke drastisch ab, es ist aber nie ganz windstill. 1 - 2 Gleitwindtage pro Woche sind
immer dabei.
Hauptwindrichtung sind Ost und Nordwest. Süd- und Nordwindlagen
sind sehr selten.
Wettervorhersagen, im besonderen Windvorhersagen sind äußerst
schwierig.
Durch die Lage 60 km in der Ostsee und die vielen Boddengewässer
trifft die Vorhersage für südliche Ostsee bzw. Ostseeküste
Mecklenburg - Vorpommern nur tendenzmäßig in Temperatur
und Luftdruck zu. Meist jedoch mit einem Tag Verspätung (Drehrichtung
der Tiefs).
Zuverlässiger ist die Wettervorhersage für die Küstenschiffahrt
abzuhören auf Deutschlandfunk. Aber auch hier treffen angesagte
Windrichtung und vor allem Stärke nur grob zu.
Ursache sind wohl die sich schnell erwärmenden Landmassen
und die schon erwähnten Bodden (max. 4,5 m tief), welche
durch lokale Thermiken dem Großwetterwind entgegenwirken
oder ihn verstärken.
Für Dranske trifft dies besonders zu, da warmer Bodden und
kalte Ostsee nur durch die 50 - 100 m breite Landzunge zum Bug
getrennt sind. Bei Ostwind wird die Windstärke durch Land
- Seethermik und Geländeprofil um ca. 1 - 2 Bft verstärkt.
Voraussetzung ist klarer Himmel. Zieht Bewölkung auf, bricht
das System schnell zusammen.
Laut Sonnenstatistik 1997 ist Kap Arkona der sonnigste Fleck in
Norddeutschland: Über Kap Arkona strahlte die Sonne im vergangenen
Jahr 2024 Stunden - oder umgerechnet 121 140 Minuten.
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