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Dranske
befindet sich im Nordwesten der Halbinsel Wittow, welche sich
wiederum im Nordwesten der Insel Rügen befindet. Von Dranske
bis zum Festland sind es ca. 60 km Luftlinie, womit sich die hohe
Windsicherheit auf Wittow (Windland) durch die exponierte Lage
in der Ostsee erklärt.
Laut Statistik ist Wittow der windreichste Flecken Erde in Deutschland.
Dranske und somit die UST - Station liegt am Westufer des Wieker
Boddens. Nach Westen zur Ostsee sind es nur ca. 1 km.
Wir
möchten Ihnen nun die einzelnen Surfreviere auf Wittow vorstellen.
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1.Hausrevier UST Wiecker Bodden:
Die Beste Windrichtung ist Ost - Nordost, da dann der Wind durch
lokale Thermik und Geländeprofil verstärkt wird. Zudem
kommt er dann schräg auflandig. Westwindlagen sind häufiger,
jedoch nicht so stark, hinzu kommt eine Abdeckung durch den Ort
und Bäume und Gebüsch am Ufer. Egal ob Ost- oder Westwind,
das UST-Hausrevier ist ideal zum Halsentraining, da innerhalb
des Bojenfeldes durch die geringe Wassertiefe fast Glattwasser
ist. Einziger Nachteil: die Finne kratzt schon mal öfter
am Boden. Dank sandigem Grund jedoch kein Problem. Raus und rein
muß man tragen, oder man lernt wie der Autor bei allen Bedingungen
mit der Finne voraus zu surfen.
2.
Fahrwasser / Wieker Bodden:
Wer für die Ostseewelle noch nicht gut genug ist, aber trotzdem
springen möchte, der muß bei Ostwind zum "Fahrwasser".
Der Spot wurde per Zufall beim "Wandersurfen" entdeckt.
Schaut man auf die Karte, dann ist es eigentlich logisch. Während
die Wellen fast gerade den Wieker Bodden nach Südwest runterlaufen,
strebt die Luft trichterförmig zur "Düse"
am Bug. Etwa bei den Fahrwassertonnen auf Wieker Seite bläst
dann der Wind fast sideshore rechts, und die Wellen bauen durch
das Fahrwasser steil auf. Ergo: Ready for Take-Off auch für
Flachwasserpiloten.
Wie kommt man hin? Vom "UST - Hausrevier" die Windgeneratoren
rechts von Wiek anpeilen und hoch am Wind rüber auf die andere
Seite vom Bodden. Die Wahrwasserbojen sind gut sichtbar. Zurück
geht es dann voll raumschots. Peilmarke ist der Schornstein bei
der Plattensiedlung, welcher sich über Dranske erhebt, später
dann der Bootssteg.
Achtung: Bei Materialbruch oder sonstigen Mißgeschicken
bist du weiter weg von Zuhause als bei jedem anderen beschriebenen
Revier. Jumpsessions immer zu zweit.
3.
Düse am Bug / Bodden und Ostsee:
Wie der Name schon sagt, wird hier West- und Ostwind durch das
Geländeprofil verstärkt. Bei Ostwind und klarem Himmel
kommt die Land- Seethermik dazu. Wenn im "Hausrevier"
schon Federball gespielt werden kann, hat man an der Düse
häufig noch satten Gleitwind. Vom Strand am "Hausrevier"
aus läßt sich die Windstärke an der "Düse"
kaum einschätzen. Man muß schon bis zur Spitze des
Steges am Yachthafen surfen um sich ein Bild von der Windstärke
machen zu können. Da das Wasser dort noch immer stehtief
ist, ist das kein Risiko, auch wenn man mit einem Sinker unterwegs
ist. Also: nicht faul sein, meist lohnt sich der Marsch oder das
Gedümpel in die Düse. Bei Westwind bietet es sich an
das Material auf einem Trampelpfad bei etwa 2/3 Weg zum Bug über
die dort etwa 50 m breite Landzunge in die Ostsee zu tragen. Kleines
Problem: Westwind ist auflandig und die Buhnen am Strand sind
eng gesetzt. Hast Du es geschafft rauszukommen, kannst du in "gutmütigen"
Wellen dein Fahrkönnen verbessern.
Wie im Kapitel "Zugänge zum Wasser" bereits erwähnt,
sollte man sich, wenn man an der "Düse" surfen
will, gut in das Revier einweisen lassen. Dies gilt sowohl für
den Bodden, als auch für die Ostsee. Man ist tatsächlich
umzingelt von Sperrgebieten, Hafenanlagen und Untiefen, welche
einem das Leben ganz schön schwer machen können, wenn
man darüber nicht informiert ist.
4.
Sandbank "Russenstation" Ostsee:
Kommt der Wind aus westlicher Richtung und Du hast Dich
an der "Düse" warmgesurft, wird es Zeit für
etwas Action an der "Russenstation". Dein Material hast
du gründlich gecheckt und dein Fahrkönnen ist besser
als "KS4". Der Grund: Du kannst dort fast nirgendwo
an Land. Von der "Düse" kommend ist der Shorebreak
ab Campingplatz gespickt mit Untiefenbojen, außerdem nimmt
die Wellenhöhe drastisch zu, weswegen wir ja hier sind. Durch
die Sandbank wird aus der 1 m Microwelle an der "Düse
locker eine steile 3 m - Wand, von welcher Du zum Höhenflug
ansetzen kannst, oder sie nach Luv abreiten kannst. Weiter draußen
und nördlicher läuft eine saubere Dünung, welche
zum Teil so steil aufbaut, daß du ohne Probleme springen
oder wellenreiten kannst. Aufpassen mußt du nur, daß
du dem Strand nicht zu nahe kommst. Erstens wegen den schon erwähnten
Untiefen, zweitens wegen dem Luvstau welcher sich durch die ca.
10 m hohe Steilküste bildet. Für meinen Geschmack ist
die "Russenstation" das beste Nord-West-Revier. Den
Namen gaben übrigens Lokals, wegen der ehemaligen Russischen
Radarstation oberhalb der Steilküste.
5.
Ostseestrand Nonnevitz / Ostsee:
Richtig gut eigentlich nur bei starkem West- oder Ostwind, da
die Düne bei allen anderen Windrichtung Luvstau bzw. Abdeckung
verursacht. Weit draußen läuft dann die Dünung
mit dem Wind und du kannst Sahnehalsen in die Wellen schlitzen.
Der Shorebreak läuft dann schräg auflandig, und lädt
zu Sprüngen oder Wellenritten nach Luv ein. Dazwischen ist
eine ekelige Zone mit Kreuzseen, wo man fast keine Peilung hat
wie die Wellen laufen. Du düst auf die vermeintliche Welle
des Tages zu und träumst schon vom Monstersprung und schwuppdiwupp
ist plötzlich keine Welle mehr da. Frustrierend auch beim
halsen, wenn du den vermeintlichen Hang runterschießt und
plötzlich die Nase deines Brettes in einer Welle steckt,
welche aus dem Nichts aufgetaucht ist.
Alles in Allem ein sehr unfreundlicher Ort für Einsteiger
im Wellensurfen. Ach ja. Eine Gemeinheit hätte ich beinahe
vergessen zu erwähnen. Die Strömung reißt dich
fast von den Füßen, und wenn es von Westen bläst
und Du hast Bruch, dann solltest Du vor Kap Arkona an Land kommen,
denn sonst geht es ab Richtung Schweden. Zugang zum Strand durch
das Regenbogencamp oder bei Mövenort.
6.
Ostseestrand Juliusruh:
In der Strandresidenz Aquamaris Ostsee, moderates Revier für
Fortgeschrittene. Die Abdeckungen durch die große Bucht
erzeugt bei westl. Winden flaches Wasser, bei östl. Winden
entstehen kurze Wellen.
Mancher weicht dann gerne auf andere Surf Reviere aus.
[Hier: Zugänge zum Wasser
mit Parkmöglichkeiten für Windsurfer]
[Hier: Wetter
auf Wittow]
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